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Stout

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Stout – starkes Bier mit britischen Wurzeln

Wenn wir an Bier denken, fallen uns meistens eher leichte bis herbe Varianten ein. Daneben gibt es die sogenannten Starkbiere, die wegen ihrer intensiven Aromen von manchen Bierfreunden sehr geschätzt werden. Eine besondere Sorte von Starkbier ist das Stout. Es stammt ursprünglich von den britischen Inseln und ist dort heute noch ausgesprochen beliebt. Eine dunkle, nahezu schwarze Farbe und ein dichter, feinporiger Schaum sind charakteristisch für diese Biersorte. Als Starkbier liegt sein Stammwürzegehalt bei bis zu 25 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland hergestellte Vollbiere wie Pils und Kölsch haben einen Stammwürzegehalt von circa 11 bis 16 Prozent. Der typisch herbe und kräftige Geschmack von Stout ist der eigentliche Grund, warum das Bier zu den Starkbieren zählt: Bei einem Starkbier geht es nämlich um den starken bitteren Geschmack, nicht in erster Linie um den Alkoholgehalt.

Die Herkunft des Stouts

Die Geschichte des Stouts soll ihren Anfang im London des 18. Jahrhunderts haben. Die ursprüngliche Bezeichnung für Stout war Stout Porter, was auf Deutsch „starker Lastträger“ bedeutet. Porter war damals eine Berufsbezeichnung für Menschen, die schwere Lasten trugen und das kräftige, herbe Bier nach einem harten Arbeitstag besonders schätzten. Stout Porter war eine noch stärkere Variante des obergärig hergestellten Bieres. Sein Name wurde mit der Zeit zu „Stout“ verkürzt.

Stout und anderes Porter-Bier werden übrigens nicht nur in Großbritannien hergestellt. Irish Stout, das aus Irland stammt, hat eine lange Tradition. Das bekannteste Stout überhaupt ist das Guinness aus Dublin. Von England aus wurden Porter und Stout unter anderem nach Skandinavien und Russland exportiert. In Russland wird es noch heute als Imperial Stout gebraut, das einen sehr hohen Alkoholgehalt aufweist.

So wird Stout hergestellt

Stout ist ein obergäriges Bier, das folgende Produktionsschritte durchläuft:

  • Zunächst wird die für das Malz verwendete Gerste stark geröstet. Dadurch entsteht die intensiv dunkle Farbe des Getränks.
  • Auf Malz basiert ebenfalls der hohe Stammwürzegehalt, der wiederum die Grundaromen des Stouts bestimmt – bis zu 25 Prozent Stammwürze werden im zweiten Schritt aus der Wasser-Malz-Mischung extrahiert.
  • Mithilfe von Hopfen wird nun der typische Geschmack des Stouts festgelegt. Hopfen macht das Getränk bitter, was bei Stout durchaus erwünscht sein kann. Süßlichere und mildere Stouts enthalten weniger Hopfen.
  • Bei 15 bis 25 Grad Celsius wird der Gärungsprozess eingeleitet, indem spezielle Hefen zugesetzt werden, die sich am Ende der Gärung oben absetzen.

Der Alkoholgehalt des Getränks liegt schließlich zwischen drei und bis zu zehn Volumenprozent bei Imperial Stout.

Craft Beer – Stout für Kenner und Genießer

In Deutschland war Stout nie sehr weit verbreitet, obgleich es Brauereien gab, die das dunkle Starkbier produziert haben. Mit Aufkommen der Craft-Beer-Bewegung und zahlreichen Micro Breweries, die aromatische Biere wie Stout nach traditionellen Rezepten herstellen, wurden Bierliebhaber hierzulande wieder auf das herbe Schwarze aufmerksam. Mittlerweile gibt es zahlreiche Varianten des Starkbieres, so dass Sie von importiertem Indian Stout bis zum heimischen Craft Stout Beer einiges geboten bekommen. Die intensiven Malzaromen werden von manchen Braukünstlern derart kombiniert, dass sie an Schokolade oder Kaffee erinnern. Solche Sorten heißen, wie sie schmecken: Chocolate Stout oder Coffee Stout.

Wenn Sie einmal ein ganz besonderes Bier probieren möchten, sollten Sie ein Stout Bier kaufen und die Verkostung zelebrieren. Wer es ganz genau nimmt, der verwendet das passende Stout Glas – ein normales Glas mit großer Grundfläche tut es natürlich auch.

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