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Nähmaschinen

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Nähmaschinen – vom Schnittmuster zum fertigen Kleidungsstück

Eigens entworfene und selbst genähte Kleidungsstücke sind Ausdruck von Kreativität und Individualität. Mit Nähmaschinen wird die Anfertigung einzigartiger Kleidung zum Kinderspiel. Zwar bedarf der Umgang mit den Geräten etwas Übung, doch Sie müssen kein ausgebildeter Schneider oder Designer sein, um am Ende tolle Ergebnisse in den Händen zu halten. Sie benötigen lediglich ein wenig Fingerfertigkeit und Geschick, Vorstellungsvermögen und Fantasie. Für kleinere Arbeiten, beispielsweise das Kürzen von Hosen oder das Anbringen von Reißverschlüssen, sind Nähmaschinen ebenfalls ideal geeignet und ersparen Ihnen das Nähen von Hand.

Die Entwicklung der Nähmaschinen

Bis zur Erfindung der modernen Nähmaschine war es ein langer Weg, sogar die Herstellung der klassischen Nähnadel, wie wir sie heute kennen, ließ auf sich warten. Sie wurde erst im 14. Jahrhundert entwickelt. Davor behalf man sich mit Gräten, dünnen Knochen oder Horn, die zu feinen Nadeln geformt und mit einem Öhr versehen wurden, um den Faden hindurchzuziehen. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurden erste Versuche unternommen, die mühsame Nähbewegung von Maschinen durchführen zu lassen. Im Jahr 1755 meldete der Deutsche Charles Weisenthal ein Patent auf die Idee an, eine zweispitzige Nadel für das maschinelle Nähen einzusetzen. Ein funktionsfähiges Gerät konstruierte er allerdings nicht. Erst 1790 gelang es dem Engländer Thomas Saint, ein Konzept für eine arbeitstüchtige Nähmaschine zu entwickeln, das er ebenfalls patentieren ließ. Es folgten zahlreiche Modifikationen von deutschen, französischen und österreichischen Erfindern, die die Nähmaschinen um weitere Funktionen zu ergänzen suchten. Im Jahr 1846 schließlich erfand der Amerikaner Elias Howe eine Doppelsteppstich-Nähmaschine, die die Nähleistung von bis zu sechs Handnäherinnen ersetzen konnte.

Bei einer Nähmaschine handelt es sich um ein Gerät, mit dessen Hilfe eine Naht hergestellt wird. Die Funktionsweise ist einfach, jedoch schwer zu beschreiben. Im Wesentlichen werden zwei Fäden, nämlich der Unter- und der Oberfaden, durch die Maschine miteinander verknüpft. Der Oberfaden wird durch das Nadelöhr geführt und von oben durch den Stoff geschoben. Unter dem Stoff angekommen, bildet der Oberfaden mit dem Unterfaden durch Verwicklung eine Schlaufe, die mit der Nadel wieder nach oben gelangt. Der Unterfaden wird dabei ein Stück mitgeführt. Am Ende befindet sich der Oberfaden auf der Oberseite des Stoffs und ist durch den Unterfaden auf der Unterseite fixiert. Dadurch, dass der Stoff nach jedem Stich mechanisch nach vorne gezogen wird, trifft die Nadel nie an der gleichen Stelle auf und es entsteht eine gleichmäßige Naht.

Darauf sollten Sie bei Nähmaschinen achten

Für ein frustfreies Nähen, das Spaß macht, ist eine gut funktionierende Nähmaschine Grundvoraussetzung. Die Investition in ein hochwertig verarbeitetes Gerät lohnt sich, da eine Nähmaschine Sie viele Jahre begleiten wird. Hier ein paar Tipps, was gute Nähmaschinen auszeichnet:

  • Einwandfreie Nähte: Die Nähte sollten sauber, gerade und gleichmäßig gestochen sein – das ist schließlich Sinn und Zweck von Nähmaschinen. Das schönste Design nützt nichts, wenn die Nähte schief und unebenmäßig geraten und schnell aufreißen.
  • Nähfuß: Möchten Sie feste Stoffe wie Jeans oder Leder verarbeiten, müssen Sie auf die Konstruktion des Nähfußes achten. Lässt er sich anheben, können Sie auch dicker gewebte Materialien darunter schieben. Wichtig ist ebenso, dass feine und dünne Stoffe, beispielsweise Seide oder Satin, verwendet werden können. Schließlich ist es ärgerlich, wenn das heißgeliebte, leichte Sommerkleid ständig unter dem Nähfuß hin und her rutscht.
  • Wesentliche Sticharten: Mindestens vier Sticharten sollte die Nähmaschine Ihrer Wahl bereithalten, nämlich den Zick-Zack-Stich für Applikationen, den Knopflochstich sowie den Geradstich- und Steppstich für alle grundlegenden Arbeiten. Falls Sie viele Stretch- oder andere elastische Stoffe verarbeiten, bietet sich ein zusätzlicher Elastikstich an.
  • Automatisches Einfädeln: Eine große Hilfe ist es, wenn Ihnen die Nähmaschine das umständliche Einfädeln des Fadens per Hand erspart.
  • Nadelstopp: Während des Nähens ergibt sich öfter die Notwendigkeit, den Stoff zu drehen. Damit das gelingt, ist ein Nadelstopp von Vorteil. Hierüber können Sie regulieren, wann die Nadel im Stoff stecken bleibt oder darüber verharren soll. Ist ersteres der Fall, können Sie den Stoff vorsichtig herumdrehen, ohne dass er wegrutscht.
  • Bedienbarkeit: Nähmaschinen sollten leicht bedienbar und nicht übermäßig kompliziert konstruiert sein. Wenn Sie nicht verstehen, welche Funktionen mit welchen Handgriffen aktiviert werden können, werden Sie mit dem Gerät keine Freude haben. Nichtsdestoweniger kann es eine Weile dauern, bis Sie sich mit dem Gerät vertraut gemacht haben. Seien Sie geduldig und verzagen Sie nicht, wenn die ersten Versuche noch nicht ganz so perfekt gelingen.

Neben Modellen für Erwachsene gibt es Nähmaschinen für Kinder, die klein und handlich gebaut sowie unkompliziert zu handhaben sind. Ein Fingerschutz und eine integrierte LED-Beleuchtung sind meistens inbegriffen. Vielen Exemplaren liegt ein Starter-Näh-Set anbei, um auch Neulingen in Sachen Nähen Erfolgserlebnisse zu bescheren. Apropos, Neulinge. Für Näheinsteiger ist weder die alte Nähmaschine von Oma noch eine teure, multifunktionale Industrienähmaschine besonders gut geeignet. Stattdessen sollten sie auf Modelle setzen, die eher mit einfacher Bedienbarkeit als zu viel Schnickschnack punkten. Geradstich und Zickzackstich sind für den Anfang in der Regel ausreichend. Eine Option, die Geschwindigkeit zu regulieren, ist praktisch, jedoch nicht zwingend notwendig. Wichtiger bei Nähmaschinen für Anfänger ist, dass sie leichtgängig bedienbar sind und flüssig arbeiten. Planen Sie längere Näharbeiten, sollten Sie auf eine bequeme Arbeitshaltung achten. Ein Nähmaschinentisch bietet hier eine Lösung.

Übrigens: Gute Nähmaschinen sind mit Nähmaschinen Zubehör ausgestattet, wozu beispielsweise eine Nähmaschinentasche, Maschinenöl, Schraubendreher und weitere nützliche Utensilien zählen. Nähmaschinennadeln sind ebenfalls häufig inbegriffen. Sie sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, die sich jeweils für verschiedene Stoffstärken eignen. So gibt es Universalnadeln, die von Chiffon bis Leinen viele Stoffe mittlerer Stärke verarbeiten können. Jeansnadeln eignen sich für fester gewebte Stoffe wie Bettwäsche, Kunstleder, Jeansstoff und Cord. Microtexnadeln verarbeiten Microfaser und Seide, während Stretchnadeln für Jerseystoffe und Lycra geeignet sind. Wer dickes Leder verarbeitet, kann zu Ledernadeln greifen.

Kauf von Nähmaschinen – hier werden Sie fündig

Nähmaschinen verschiedener Hersteller können Sie im REWE Onlineshop kaufen. Bei uns finden Sie zudem Nähzubehör, damit Sie bestens ausgestattet sind, um sofort mit dem Nähen loszulegen.

Die Auswahl an modernen Nähmaschinen ist groß und hält geeignete Modelle für jeden Bedarf bereit – von praktischen Handnähmaschinen über Overlock Nähmaschinen bis zu klassischen aStickmaschinen ist alles erhältlich. Vor dem Kauf überlegen Sie sich am besten, auf welche Funktionen und Stichprogramme beziehungsweise Nähprogramme Sie keineswegs verzichten können, und wählen ein Modell, das auf Ihre Zwecke optimal zugeschnitten ist.