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Vorhänge

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      Vorhänge – Sichtschutz und dekoratives Element in einem

      Wer nicht gerade so abgelegen wohnt, dass er keine Nachbarn hat, schätzt wahrscheinlich die Vorteile von Vorhängen, die er hin und wieder zuziehen kann, um vor Blicken von außen geschützt zu sein. Auch wenn die Sonne besonders hell ins Haus leuchtet, kannst du ihr mit den Textilien am Fenster Einhalt gebieten.

      Als klassische Heimtextilien haben Vorhänge aber noch einen ganz anderen, mindestens genauso wichtigen Zweck. Sie spielen eine Rolle, wenn es darum geht, einen Wohnraum zu gestalten. Vorhänge sind sozusagen die „Geheimwaffen“ von Hobby-Innenarchitekten, die einen Raum verschönern möchten. Sobald ein Vorhang hängt, wirkt alles viel gemütlicher. Gleichzeitig kannst du mit neuen Vorhängen einem Raum sofort ein anderes Flair verleihen. Vorhänge in leuchtendem Orange lassen einen Raum warm und lebendig wirken, während ein kühles Blau für ein ruhiges Ambiente sorgt.

      Verschiedene Typen von Gardinen und Vorhängen

      Vorhänge und Gardinen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Zu den gängigen Varianten zählen beispielsweise:

      • Klassische Vorhänge, die sich über die gesamte Fensterlänge zuziehen lassen und halbtransparent sind, werden auch als Stores oder Dekoschals bezeichnet. Sie bleiben in der Regel geschlossen, da sie lichtdurchlässig sind. Dennoch halten sie neugierige Blicke von außen fern, solange im Haus kein Licht brennt.
      • Zusätzlich zu Stores werden häufig blickdichte Vorhänge aufgehängt. Sie dienen als Übergardinen, die über die transparenten Schals gezogen werden können.
      • Scheibengardinen werden direkt am Fenster befestigt und sind typische Küchengardinen. Das klingt nach verstaubtem Design, ist es aber keineswegs. Mittlerweile sind Scheibengardinen wieder modern und schick.
      • Raffgardinen sind sehr klassisch und heute selten anzutreffen. Trotzdem haben sie enormen Charme. Sie werden kunstvoll gerafft und mit schönen Knäufen und Stoffschlaufen seitlich an der Wand befestigt.
      • Modern und weniger verspielt kommen Schiebegardinen daher. Sie fallen nicht locker, sondern sind auf Stangen gespannt und werden am Stück verschoben. Schiebevorhänge, mitunter Flächengardinen oder Flächenvorhang genannt, haben mit schönen Designs längst in Wohnräumen Einzug gehalten und sind nicht mehr nur in Arztpraxen und Büroräumen zu finden.
      • Auch Raffrollos sind moderne Gardinenvarianten. Heruntergezogen dienen sie, wie alle Rollos, zunächst als Sicht- und Sonnenschutz. Befinden sie sich oben, formt der aufgezogene Stoff eine dekorative Raffung.

      Gardinen und Vorhänge sind schön und praktisch zugleich. Sie können vielfältig Verwendung finden und dienen als Raumtrenner genauso gut wie als Türersatz an Regalen.

      Die passende Aufhängung für deine Vorhänge

      Je nach persönlicher Wohnsituation, Geschmack und Bauart der Fenster kannst du zwischen verschiedenen Aufhängungen für deine Gardinen wählen:

      • Mit einer Gardinenstange bist du ganz klassisch unterwegs. Viele Vorhänge werden bereits fertig als Schlaufengardinen oder Ösenvorhänge verkauft und müssen lediglich über die Vorhangstangen geschoben werden. Gardinenstangen bestehen aus Holz, Metall oder Kunststoff und sind unterschiedlich dick.
      • Eine Alternative zu Gardinenstangen sind Seilsysteme.
      • Vorhangschienen sind nahezu unsichtbar. Sie können unterhalb von Rollladenkästen, im Fenstersturz oder an der Decke angebracht werden. Es gibt einschienige und mehrschienige Varianten, die bei Bedarf über Eck verlaufen können. Die Vorhänge benötigen ein Kräuselband, in das du zunächst Rollen einharkst, die du anschließend in die Schiene einführst.
      • Stangen für Scheibengardinen kannst du am Scheibenrahmen einspannen.

      Farbkombinationen und Gestaltungsmöglichkeiten

      Die Wahl der passenden Vorhänge hängt vor allem davon ab, in welchem Raum sie hängen sollen und ob es zusätzliche Verdunkelungsmöglichkeiten wie Rollläden, Jalousien oder Fensterläden gibt. Stellt der Vorhang die einzige Möglichkeit dar, Licht auszusperren, solltest du gerade bei Schlafräumen über einen Verdunkelungsvorhang nachdenken. Vorhänge zur Verdunkelung werden aus einem speziell gewebten Stoff hergestellt, der keine Lichtstrahlen durchlässt.

      Welches Design und welche Farben du für deine Vorhänge und Gardinen wählst, ist natürlich Geschmackssache. Ein paar Tipps können wir dir allerdings mitgeben.

      • Gardinen im Kinderzimmer haben den Zweck, nachts oder tagsüber zum Mittagsschlaf abzudunkeln. Ansonsten sollten sie vor allem farbenfroh, unkompliziert und leicht zu reinigen sein. Achte darauf, dass die Aufhängung für die Vorhänge im Kinderzimmer besonders stabil ist.
      • Vorhänge im Schlafzimmer haben idealerweise keine allzu aufgeregten Muster, sondern sind in der Design- und Farbwahl eher dezent gestaltet. Wähle gerne dunkle Töne, denn auf diese Weise kannst du gleichzeitig mit dem Vorhang den Raum abdunkeln.
      • Bei Wohnzimmer Gardinen kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Was dir farblich gefällt, welche Muster du magst, all das hat hier Platz. Freundliche und helle Farben sind für Vorhänge im Wohnzimmer sinnvoll, aber kein Muss. Wichtig ist, dass die Vorhänge zur Gesamteinrichtung passen. Und wenn du dir eine Veränderung wünschst, ist das mit einem neuen Vorhang ganz einfach umzusetzen.
      • Vorhänge in der Küche verschmutzen leicht, deswegen wird gerne auf kleine Varianten in Form von Scheibengardinen zurückgegriffen, die direkt am Fenster angebracht werden. Du solltest möglichst viel Licht durchlassen.

      Wenn Vorhänge weiß sind, schmeicheln sie jedem Raum, denn weiße Gardinen brechen einfallendes Licht besonders schön. Außerdem sind sie mit jeder anderen Farbe kombinierbar, egal ob mit der Tapeten-, Wand- oder Möbelfarbe. Hast du weiße oder graue Wände, kannst du prinzipiell jede Farbe für deine Gardinen wählen, die du möchtest. Wenn du halbtransparente Gardinen mit Übergardinen kombinierst, achte darauf, dass nicht beide Vorhänge wild gemustert sind, sondern einer von beiden schlicht gehalten ist. Farblich sollten sie aufeinander abgestimmt sein.

      Hinweise zum Gardinenkauf

      Viele Vorhänge sind bereits als Fertiggardinen oder Gardinen Sets erhältlich. Im Idealfall musst du diese Modelle nur auspacken, einmal waschen und aufhängen. Sollten die Vorhänge zu lang sein, kannst du sie einfach kürzen. Als Faustregel für die Länge gilt: Die Gardine schließt kurz unter dem Fensterbrett ab.

      Preislich gibt es eine sehr große Spannbreite. Einfache Schlaufengardinen in Standardabmessungen gibt es mitunter sehr günstig zu kaufen, maßgefertigte Gardinen sind entsprechend teurer. Wer gerne näht, kann sich seine Gardine selbst entwerfen und anfertigen. Achte darauf, dass du weich fallende Gardinenstoffe verwendest, die sich schön in Falten legen. Dicht gewebte Baumwollstoffe eignen sich prinzipiell gut.

      Die richtige Pflege Ihrer Vorhänge

      Gardinen müssen in regelmäßigen Abständen gewaschen werden. Weiße Vorhänge kannst du mit speziellem Gardinenwaschmittel oder Waschsoda und Natron waschen. Um die Stoffe zu schonen, reicht es, Gardinen bei 30 bis 40 Grad Celsius zu waschen. Trockne sie nicht im Trockner, sondern hänge sie direkt nach dem Waschen auf! Kleine Fältchen ziehen sich so beim Trocknen glatt.