Gewürz- & Pfeffermühlen

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Pfeffermühlen für Genießer

Pfeffer gehört zu den beliebtesten Gewürzen überhaupt und verleiht vielen Mahlzeiten den letzten Schliff. Du kannst fertig gemahlenen Pfeffer aus einem Pfefferstreuer verwenden oder ihn selbst jedes Mal frisch mithilfe einer Pfeffermühle mahlen. Warum dies eine gute Idee ist und was du beim Kauf von Pfeffermühlen beachten solltest, erfährst du in diesem Ratgeber.

Inhalt

Was ist der Vorteil einer Pfeffermühle gegenüber einem Pfefferstreuer?

Mahlwerk: Manuell oder elektrisch?

Welche verschiedenen Mahlwerke gibt es bei Pfeffermühlen?

Wie wird das Mahlwerk einer Pfeffermühle gereinigt?

Welche Pfeffermühle ist die richtige für mich?

Welche Arten von Pfefferkörnern gibt es für den richtigen Pfiff in meiner Küche?

FAQ – die wichtigsten Fragen und Antworten zu Pfeffermühlen

Was ist der Vorteil einer Pfeffermühle gegenüber einem Pfefferstreuer?

Pfeffermühlen sind fester Bestandteil der gehobenen Gastronomie. In vielen Restaurants kommt die Bedienung sogar mit einer großen Pfeffermühle an den Tisch, um die servierten Gerichte individuell nach Kundenwunsch zu würzen. Diese Vorgehensweise hat einen guten Grund. Wird der Pfeffer frisch gemahlen, können sich seine Aromen besser entfalten und du schmeckst die unverfälschte, köstliche Schärfe.

In den klassischen Pfefferstreuer werden dagegen vorgemahlene Pfefferkörner gefüllt, die nach einer Weile den intensiven Geschmack verlieren. Allerdings hat er auch einen Vorteil. Der sehr fein gemahlene Pfeffer verteilt sich besser in Soßen und Marinaden. Kurz gesagt:

Pfeffermühlen sind geeignet:

  • Zum Würzen frisch gekochter Speisen
  • Zum Würzen von Grillgut direkt nach dem Grillen
  • Für wahre Pfefferliebhaber

Pfefferstreuer sind geeignet:

  • Zum Zubereiten von Soßen und Marinaden
  • Zur hauchfeinen Portionierung

Letztendlich ist es also sinnvoll, wenn du beides im Haus hast und nach Bedarf wechseln kannst.

Mahlwerk: Manuell oder elektrisch?

Pfeffermühlen können über ein manuelles oder elektrisches Mahlwerk verfügen. Beim manuellen Mahlwerk bedienst du das Mahlwerk selbst, indem du die obere Hälfte der Mühle oder eine Kurbel drehst. Beim elektrischen Mahlwerk brauchst du nur einen Knopf zu drücken.

Vorteile des manuellen Mahlwerks:

  • Günstig
  • Exakte Dosierung
  • Robust

Nachteile des manuellen Mahlwerks:

  • Erfordert beidhändige Bedienung
  • Kann bei größeren Mengen anstrengend zu bedienen sein

Vorteile des elektrischen Mahlwerks:

  • Einhändige Bedienung möglich
  • Knopfdruck genügt
  • Große Mengen kein Problem

Nachteile des elektrischen Mahlwerks:

  • Aufgrund der Technik störungsanfälliger
  • Benötigt Batterien oder einen Akku
  • Teurer

Entscheidend für die Wahl kann die benötigte Pfeffermenge sein. Wenn du nur einzelne Portionen pfefferst, genügt eine manuelle Pfeffermühle, die in zwei bis drei Umdrehungen ausreichend Pfeffer mahlt. Kochst du häufiger große Mengen gewürzte Eintöpfe oder Aufläufe, ersparen dir elektrische Pfeffermühlen viel Kraftaufwand.

Welche verschiedenen Mahlwerke gibt es bei Pfeffermühlen?

Grundsätzlich stehen drei verschiedene Materialien zur Auswahl: Keramik, Stahl und Titan. In sehr einfachen Pfeffermühlen kann auch Kunststoff zum Einsatz kommen. Dieser ist jedoch kein Ersatz für die hochwertigen Materialien, denn ihm fehlt die Härte zum richtigen Zerkleinern der Pfefferkörner.

Vorteile Stahlmahlwerk:

  • Sehr langlebig und robust
  • Schneidet den Pfeffer

Nachteile Stahlmahlwerk:

  • Klingen werden mit der Zeit stumpf
  • Kann ausschließlich für Pfeffer genutzt werden

Vorteile Keramikmahlwerk:

  • Bleibt dauerhaft scharf
  • Nicht korrosionsanfällig
  • Kann auch Salz mahlen

Nachteile Keramikmahlwerk:

  • Zermahlt den Pfeffer, statt ihn zu schneiden

Vorteile Titanmahlwerk:

  • Schneidet die Pfefferkörner
  • Kann Salz mahlen

Nachteile Titanmahlwerk:

  • Sehr teuer

Du musst also entscheiden, welche Aspekte für dich wichtig sind, zum Beispiel, ob du ab und zu auch Salz mahlen willst.

Was ist der Unterschied zwischen Mahlen und Schneiden?

Hauchdünn geschnittener Pfeffer gilt als aromatischer als zermahlener Pfeffer. Legst du Wert auf das perfekte Geschmackserlebnis, solltest du Pfeffermühlen aus Stahl oder Titan wählen.

Wie wird das Mahlwerk der Pfeffermühle eingestellt?

Die Pfeffermühle muss zunächst auf den Kopf gestellt werden. Am besten schüttelst du sie mehrmals, damit die noch im Mahlwerk steckenden Pfefferkörner herausfallen. Dann stellst du den neuen Mahlgrad ein und drehst die Mühle wieder herum. Gerade bei empfindlichen Keramikmahlwerken solltest du sehr vorsichtig sein. Zum Einstellen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Krone am Kopf der Pfeffermühle
  • Schraube am Boden
  • Einstellring (meist bei Keramikmahlwerken)

Je nach Modell kannst du zwischen vier bis sechs verschiedenen Mahlgraden wählen. Sehr günstige Pfeffermühlen erlauben dagegen keine Auswahl.

Welcher Mahlgrad ist für welche Speisen geeignet?

Natürlich ist dies persönliche Geschmackssache. Generell gilt, dass Pfeffer eher grob geschrotet wird, wenn es auf die Textur ankommt oder der Pfeffer deutlich sichtbar sein soll. Einige Beispiele für die Zubereitung:

Grober Mahlgrad:

  • Fleischgerichte
  • Pilzgerichte
  • Salate
  • Carpaccio

Feiner Mahlgrad:

  • Delikate Soßen
  • Suppen und Eintöpfe
  • Rohkost wie Tomatenscheiben

Übrigens: Grobkörniger Pfeffer ist nicht schärfer, auch wenn optisch gesehen mehr Pfeffer vorhanden ist. Extrem fein gemahlener Pfeffer setzt weit mehr Schärfe frei. Also Vorsicht beim Würzen!

Wie wird das Mahlwerk einer Pfeffermühle gereinigt?

Das Mahlwerk von Pfeffermühlen kann verkleben, wenn beim Mahlen aufsteigender Wasserdampf aus Kochtöpfen und Pfannen eindringt oder wenn ungeeignete weiche Pfeffersorten verwendet werden. Auf Dauer können sich auch die im Pfeffer enthaltenen ätherischen Öle im Mahlwerk absetzen und diesem schaden. Du solltest es mindestens einmal im Jahr gründlich reinigen.

Dabei gehst du wie folgt vor:

  • Pfeffermühle von außen mit einem trockenen Tuch abwischen.
  • Mahlwerk von außen mit einem kleinen Pinsel säubern.
  • Mahlwerk komplett entleeren und dann mit weißem ungekochtem Reis füllen.
  • Den Reis komplett mahlen. Dabei saugt er Feuchtigkeit und Rückstände auf und reinigt das Mahlwerk so von innen.
  • Anschließend die Mühle mit frischen Pfefferkörnern befüllen.

Anstelle von Reis kannst du auch Salz nehmen, doch dieses ist recht aggressiv und kann das Mahlwerk angreifen. Es ist eher eine Notlösung, wenn die Pfeffermühle akut verklebt ist und du keinen Reis im Haus hast.

Manche Pfeffermühlen lassen sich auch in ihre Einzelteile zerlegen. Dies kann bei starken Verschmutzungen hilfreich sein, wenn du mit einem Tuch oder Wattestäbchen nachhelfen musst.

Wichtig: Pfeffermühlen niemals in die Spülmaschine stellen!

Was tun, wenn das Mahlwerk der Pfeffermühle nicht mehr funktioniert?

Hat weder eine normale Reinigung noch das Auseinandernehmen der Pfeffermühle etwas genutzt, kannst du das Mahlwerk im Fachhandel nachschärfen lassen. Dies lohnt sich jedoch nur bei hochpreisigen Mühlen. Überprüfe, ob es sinnvoller sein könnte, ein neues Modell zu kaufen.

Welche Pfeffermühle ist die richtige für mich?

Pfeffermühlen sind in vielen Designs, Materialien und Größen erhältlich. Du kannst sie einzeln kaufen oder im Set mit einer Salzmühle. Sehr attraktiv sind Doppelmühlen mit zwei getrennten Kammern. In eine füllst du Pfefferkörner, in die andere Salzkristalle. Je nachdem, welches Gewürz benötigt wird, drehst du das entsprechende Mahlwerk nach unten.

Als Materialien kommen infrage:

  • Aus Holz gefertigte, taillierte oder geradlinige Mühlen für die rustikale Küche
  • Glasmühlen mit Kunststoffeinfassungen, die einen Blick auf den Füllstand erlauben
  • Metallisch glänzende Mühlen aus Edelstahl für eine modern eingerichtete Küche
  • Ungewöhnliche, robuste Modelle aus Gusseisen
  • Kombinationen, zum Beispiel ein Edelstahlgehäuse mit Glasfenster, um zu sehen, ob sich Salz oder Pfeffer in der Mühle befindet und ob sie noch gut gefüllt ist

Daneben solltest du natürlich überlegen, wie groß deine Pfeffermühle sein soll. Kochst du häufig selbst und verwendest dann gerne größere Mengen Pfeffer oder benötigst du sie nur ab und zu zum Würzen eines Omeletts oder Steaks? Die wichtigsten Größen:

  • 12 bis 16 Zentimeter: für gelegentliche sparsame Nutzer
  • 18 bis 27 Zentimeter: für Pfefferliebhaber
  • 30 bis 60 Zentimeter: für dekorative Zwecke und häufige große Mahlzeiten

Ein Tipp: Verwendest du gerne verschiedene Pfeffersorten, kaufst du am besten mehrere kleine Pfeffermühlen statt einer großen.

Welche Arten von Pfefferkörnern gibt es für den richtigen Pfiff in meiner Küche?

Bist du eine begeisterte Hobbyköchin oder ein begeisterter Hobbykoch, kann es sinnvoll sein, mehrere Pfeffermühlen für unterschiedliche Sorten bereitzuhalten. Bei den Pfeffersorten ist zwischen den vier Pfefferarten des eigentlichen Pfefferstrauches Piper nigrum und anderen Früchten zu unterschieden:

  • Schwarzer Pfeffer ist der Klassiker der Küche. Es handelt sich um die getrockneten und fermentierten Früchte des Pfefferstrauchs. Er ist bekannt für sein intensives scharfes Aroma.
  • Beim Grünen Pfeffer werden die Früchte unreif geerntet und nicht vollständig fermentiert. Dadurch schmeckt er milder und fruchtiger.
  • Beim Roten Pfeffer dürfen die Früchte besonders lange reifen. Dadurch bilden sie Zuckermoleküle und der Pfeffer bekommt eine ungewöhnliche süße Note.
  • Weißer Pfeffer entsteht, wenn die Früchte nach der Ernte erst zwei Wochen in Wasser eingeweicht werden und dann die Hülle entfernt wird. Dabei gehen die ätherischen Öle verloren. Der Pfeffer ist besonders scharf und in hellen Soßen nicht zu sehen.

Weitere Pfeffersorten von anderen Gewächsen:

  • Rosa Pfeffer stammt vom Brasilianischen Pfefferbaum (Schinus terebinthifolius). Er schmeckt süßlich, mild und fruchtig.
  • Szechuanpfeffer aus der chinesischen Provinz Sichuan ist der Samen der Zanthoxylumpflanze. Diese gehört zu den Zitrusgewächsen, wodurch die Pfefferkörner eine ungewöhnlich spritzige Note haben.
  • Feurig scharfer Cayennepfeffer ist schon lange in unserer Küche bekannt. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Chilischote der Pflanze Capsicum annuum.
  • Piment aus dem Baskenland ist ebenfalls eine Chilischote, schmeckt aber ein wenig milder und aromatischer als Cayennepfeffer.

Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Pfeffersorten und ähnlich scharfer Würzmittel. Am besten experimentierst du ein wenig in der Küche, um herauszufinden, welche dir besonders gut schmecken.

FAQ – die wichtigsten Fragen und Antworten zu Pfeffermühlen

Welche Pfefferkörner darf ich nicht in der Pfeffermühle mahlen?

Generell solltest du nur schwarze und weiße Pfefferkörner mahlen, weil diese hart genug sind. Grüne und rote Pfefferkörner des Pfefferstrauchs und andere Pfefferarten sind zu weich und fast noch beerenartig. Sie können das Mahlwerk verkleben. Am besten zerkleinerst du diese Pfeffersorten manuell mit Mörser und Stößel.

Kann ich mit einer Pfeffermühle auch Salz mahlen?

Das hängt vom Mahlwerk ab. Pfeffermühlen mit Keramikmahlwerk können auch Salz mahlen. Bei Stahl solltest du darauf verzichten, da das Salz diese Materialien angreifen kann.

Welche Marken und Hersteller bieten elektrische Pfeffermühlen an?

Etwas für deinen Schatz an kuriosem Partywissen: Das heute als Automarke weltbekannte französische Unternehmen Peugeot erfand 1840 die erste Kaffeemühle der Welt und 1874 die erste echte Pfeffermühle. Bis heute bietet Peugeot eine Fülle hochwertiger manueller und elektrischer Pfeffermühlen an. Weitere Hersteller sind unter anderem WMF, Butlers, Springlane und Zassenhaus.

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