Vakuumierer

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Vakuumierer: Kaufberatung

Du hast zu viel eingekauft, möchtest aber überschüssige Lebensmittel nicht wegwerfen? Mit einem Vakuumierer lassen sich viele Nahrungsmittel noch lange frisch halten und aufbewahren. Hier erfährst du, wie ein Vakuumierer funktioniert und wozu du ihn einsetzen kannst.

Inhalt

Ist ein Vakuumierer sinnvoll?

Wie funktioniert ein Vakuumierer?

Welche Vakuumierer gibt es?

Was kann ein Vakuumierer?

Was macht einen guten Vakuumierer aus?

FAQ

Ist ein Vakuumierer sinnvoll?

Ein Vakuumiergerät ist ein sehr praktischer Küchenhelfer, der Lebensmittel vor dem Verderben rettet. Oft bleibt, insbesondere in Singlehaushalten, frisches Essen übrig, da die im Supermarkt erhältlichen Mengen und Portionen zu groß sind, um innerhalb eines Tages verzehrt zu werden. Auch ein großer Haushalt mit mehreren Familienmitgliedern muss häufig Reste vom Essen frisch halten. Eine einmal angebrochene Packung Wurst oder Käse oder ein zu großes Stück Fisch oder Fleisch verdirbt jedoch rasch. Das kannst du durch Vakuumieren verhindern.

Wie funktioniert ein Vakuumierer?

Die Lebensmittel, die du vakuumieren willst, gibst du in einen Folienbeutel oder Vakuumbeutel. Eine Pumpe im Vakuumierer saugt dann Luft aus dem Folienbeutel ab und erzeugt einen starken Unterdruck. Dies geschieht entweder manuell oder bei elektrischen Geräten per Tastendruck. Der Effekt ist verblüffend: Die Tüte schrumpft innerhalb weniger Sekunden und die Folie umschließt den Inhalt eng. Obst, Gemüse, Käse, Wurst, Fisch oder Fleisch bleiben so um ein Vielfaches länger frisch, da kein Sauerstoff und keine Bakterien eindringen können. Ein weiterer Vorteil: Beim Vakuumieren bleiben Vitamine und Geschmacksstoffe erhalten.

Um die Luft aus einem speziellen Vakuumbehälter abzusaugen, haben viele Vakuumiergeräte einen Schlauchanschluss. Mittels eines Vakuumierschlauchs können die Vakuumbehälter mit dem Vakuumierer verbunden und die Luft entzogen werden. Solche Behälter schützen besonders weiche Lebensmittel davor, beim Vakuumieren zusammengedrückt zu werden.

Welche Vakuumierer gibt es?

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Typen von Vakuumierern:

  • Handvakuumierer
  • Balkenvakuumierer
  • Kammervakuumierer

Handvakuumierer

Vorteile:

  • klein, handlich
  • günstig in der Anschaffung

Nachteile:

  • der Beutel mit den Lebensmitteln wird nicht verschweißt
  • spezielle Beutel mit Ventil sind nötig

Klein, aber nützlich: Handvakuumierer passen in jede Schublade. Sie werden auf ein Ventil im verschlossenen Beutel gesetzt und saugen mittels Pumpe die Luft ab. Da sie aber die Folie nicht luftdicht verschweißen, hält sich der Inhalt insgesamt weniger lange frisch als bei Balkenvakuumierern.

Balkenvakuumierer

Vorteile:

  • erledigt zwei Schritte in einem – vakuumiert und verschweißt
  • hält lange frisch
  • gut geeignet für den Privathaushalt

Nachteile:

  • ohne spezielle Vakuumbeutel oder Folie geht es nicht
  • teurer in der Anschaffung als Handvakuumierer

Ihr Name sagt es schon: Balkenvakuumierer sind flache und kompakte Geräte, die äußerlich an Balken erinnern. Sie haben kein allzu großes Gewicht und lassen sich gut verstauen. Deshalb kommen sie von allen Vakuumiergeräten im Haushalt am meisten zum Einsatz. Das offene Ende des Folienbeutels wird in den Balkenvakuumierer gelegt, die Luft abgesaugt und der Beutel gleichzeitig mit einer oder zwei Nähten fest verschweißt. Eine doppelte Schweißnaht empfiehlt sich vor allem bei feuchten Lebensmitteln oder Flüssigkeiten, um diese vor dem Austreten zu bewahren.

Kammervakuumierer

Vorteile:

  • sehr leistungsfähiges Gerät

Nachteile:

  • eher geeignet für die Gastronomie und Profis
  • groß
  • teuer in der Anschaffung

Für Profis gut geeignet, für den Durchschnittshaushalt zu groß: Beim Kammervakuumierer kommt der gesamte Folienbeutel mitsamt Inhalt in eine hermetisch schließende Vakuumkammer, in der alle Luft abgesaugt wird.

Was kann ein Vakuumierer?

In erster Linie dienen Vakuumierer dazu, Nahrungsmittel durch den Entzug der Luft und den damit verbundenen Unterdruck länger haltbar machen.

Aber das ist nicht alles:

  • Ein Vakuumiergerät hilft auch, Vorräte übersichtlich und platzsparend in der Gefriertruhe oder im Kühlschrank zu lagern. Durch das entstehende Vakuum wird das Volumen erheblich reduziert. Außerdem kann bei tiefgekühlten vakuumierten Lebensmitteln kein Gefrierbrand auftreten, denn dieser entsteht erst durch den Kontakt mit Sauerstoff.
  • Marinieren im Vakuum? Auch das ist sehr gut machbar. Gewürze oder Marinade ziehen im luftleeren Beutel besonders gut in das Fleisch ein und sorgen für einen intensiven Geschmack.
  • Nicht zuletzt: Du kannst nicht nur Lebensmittel vakuumieren. Von Münzen über Schmuck bis zu Dokumenten kann durch Vakuumieren alles luftdicht und gut geschützt gelagert werden.

Was macht einen guten Vakuumierer aus?

Wie alle Küchengeräte sollte auch der Vakuumierer leicht zu bedienen und gut zu reinigen sein. Die alles entscheidende Rolle aber spielt der Unterdruck, den der Vakuumierer herstellen kann. Empfohlen werden mindestens 0,8 bar und eine Leistung von 110 Watt. Wenn das Gerät doppelte Schweißnähte anbringen kann, ist das umso besser für die Haltbarkeit.

Vorteilhaft ist es, wenn die Absaug-Leistung manuell einstellbar ist. Das macht sich vor allem bei sehr weichen Lebensmitteln wie Obst bemerkbar. Bei zu starkem Unterdruck würde dieses vollkommen platt wieder aus der Tüte kommen.

Sehr praktisch ist, wenn das Gerät ein Rollenfach und einen Abschneider für die Folienrolle, den sogenannten Cutter mitbringt, denn das macht das Arbeiten leichter.

Wie lange macht ein Vakuumierer Lebensmittel haltbar?

Das hängt von der Art des Geräts und davon, wo du den Beutel aufbewahrst, ab. Hier einige ausgewählte Beispiele für Balkenvakuumierer, die für eine Aufbewahrung in der Küche oder im Kühlschrank gelten:

Haltbarkeit von:

  • Brot bis zu 8 Tage
  • Kaffee bis zu 12 Monate
  • frischem Obst bis zu 21 Tage
  • Weichkäse bis zu 14 Tage
  • gebratenem Fleisch bis zu 12 Tage 

Folienschweißgerät oder Vakuumierer?

Ähnlich wie ein Vakuumierer verschließt ein Folienschweißgerät Folienbeutel mit Lebensmitteln luftdicht. Beide Geräte sind praktische Helfer im Alltag. Allerdings kann ein Folienschweißgerät nicht die Luft absaugen und kein Vakuum herstellen. Um Nahrungsmittel länger haltbar zu machen, eignet sich daher ein Vakuumiergerät am besten.

FAQ

Kann ich mit normalen Gefrierbeuteln vakuumieren?

Ein Vakuumieren mit normalen Gefrierbeuteln ist nicht möglich. Zum Vakuumieren muss das Material luftdicht, sehr reißfest und temperaturbeständig sein. Vakuumbeutel haben eine griffige, geriffelte oder „goffrierte“, also wabenförmige, Oberfläche. Nur so kann die Luft abgepumpt werden, ohne dass sich Blasen bilden. Du kannst sie ins Gefrierfach, die Mikrowelle oder ins Wasserbad geben. Im besten Fall sind sie wiederverwendbar und es gibt sie in verschiedenen Standardgrößen. Bei den Vakuumfolien hast du meist eine Rollenbreite von 30 Zentimetern. Du kannst aber die Länge der Folienrollen durch das Abschneiden selbst bestimmen.

Beim Vakuumieren von Flüssigkeiten kann der Einsatz von Gefrierbeuteln sinnvoll sein: Wenn du das zu vakuumierende Lebensmittel zuerst in einem Gefrierbeutel und als Nächstes mit der offenen Seite nach unten in einem Vakuumbeutel verpackst, ist sicherer gewährleistet, dass keine Flüssigkeit austritt.

Von welchen Herstellern werden Vakuumiergeräte angeboten und was kosten sie?

Einfache Handvakuumierer gibt es schon ab einem Preis von 20 Euro. Geräte mit mehr Funktion und Auswahl können bis zu 100 Euro kosten. Sie werden von Herstellern wie Caso, Rommelsbacher, Solis und anderen Marken angeboten.

Was versteht man unter „Sous-Vide-Garen“?

Sous-Vide ist eine sehr schonende Garmethode zur Zubereitung von Lebensmitteln in Vakuumbeuteln. Ein Vakuumbeutel wird im Wasserbad bei Temperaturen von unter 100 Grad Celsius erwärmt. Dadurch werden die Aromen von Fleisch oder Fisch, aber auch von Kräutern und Gewürzen verstärkt. Für diese Art der Zubereitung vakuumierter Lebensmittel eignen sich spezielle Sous-Vide-Garer, beispielsweise des Herstellers Caso.

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