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Wacholderbeeren

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Wacholderbeeren – feine Würze für deftige Gerichte

Im Sauerkraut dürfen sie nicht fehlen und wer Sauerbraten einlegt, kann ebenfalls nicht auf sie verzichten: Wacholderbeeren verleihen als Bestandteil von Soßen, Eintöpfen und Marinaden Fleisch und Gemüse ein spezielles fruchtig-würziges Aroma. Wer allerdings auf eine mitgekochte Wacholderbeere beißt, merkt schnell: Der intensive Geschmack ist gewöhnungsbedürftig. Deswegen werden die kleinen, schwarzen Beeren lediglich mitgekocht und anschließend, wenn möglich, aus dem Essen herausgefischt. Wacholderbeeren sollen nur etwas Würze abgeben, ähnlich wie Lorbeerblätter und Gewürznelken.

Wissenswertes über Wacholderbeeren

Es gibt viele verschiedene Arten von Wacholder, die vor allem auf der Nordhalbkugel der Erde wachsen, unter anderem in Deutschland. Je nach Region wird Wacholder auch als Kranewitt oder Machandelbaum bezeichnet. Wacholderbeeren werden im Englischen juniper genannt, abgeleitet von der lateinischen Bezeichnung für das Gewächs (juniperus).

Wacholderbeeren brauchen zwei Jahre, bis sie reif sind und haben dann eine blauviolette Farbe. Genau genommen handelt es sich nicht um Beeren, sondern um Samen, die an Zapfen heranreifen. Ihre Schale ist hart und uneben und daher nicht ganz rund. Nach dem Trocknen sind sie deswegen typischerweise blauschwarz und kantig. Der Geschmack ist süßlich-herb, ein bisschen bitter und vor allem sehr intensiv. Dosieren Sie Wacholderbeeren zurückhaltend, um zu vermeiden, dass ihr Geschmack die übrigen Aromen der Zutaten allzu sehr überlagert.

Die zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten von Wacholderbeeren

Der Wacholder hat vielfältige Einsatzgebiete, die sich weit über die Verwendung von Wacholderbeeren als Gewürz hinaus erstrecken. Aus Wacholderbeeren werden unter anderem Spirituosen gebrannt, ein populäres Beispiel ist Gin. Wacholderholz wird zum Räuchern von Speisen und zur Aromatisierung von Getränken wie Limonaden verwendet. Zum Würzen von Speisen können Sie getrocknete Wacholderbeeren da kaufen, wo Sie all Ihre Gewürze finden: in der gut sortierten Gewürzabteilung von REWE. Sie suchen noch nach interessanten Rezeptideen mit Wacholder? Probieren Sie doch einmal die folgenden Vorschläge aus unserer REWE Rezeptwelt aus:

Wacholderbeeren können darüber hinaus für die Herstellung von Fleischmarinaden zum Einsatz kommen. Um eine gelungene Malzbiermarinade zuzubereiten, die für circa vier Koteletts oder Steaks ausreicht, benötigen Sie die folgenden Zutaten:

  • 250 Milliliter Malzbier
  • 2 Esslöffel Sojasoße
  • 1 Stange Thymian
  • 1 Teelöffel Wacholderbeeren
  • 1 Teelöffel Pfefferkörner (schwarz)
  • Einen halben Teelöffel Muskatnuss (gerieben)

Die gewaschenen Thymianblätter zerdrücken Sie gemeinsam mit den Wacholderbeeren und Pfefferkörnern in einem Mörser. Die Gewürzmischung kommt anschließend mit dem Bier, der Sojasoße und Muskatnuss in einen Topf und wird eingekocht, bis nur noch circa 125 Milliliter Flüssigkeit zurückbleiben. Danach muss die Marinade bloß noch abkühlen, bevor Sie das Fleisch darin einlegen. Lassen Sie es ruhig einen ganzen Tag lang darin liegen, damit es die Aromen gut aufnehmen kann.