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Arganöl

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Arganöl – Schönheit für Haut und Haar

Arganöl hat den Kosmetikmarkt schon vor längerer Zeit erobert. Wegen seiner haut- und haarpflegenden Eigenschaften wird es vielfältig in Körperpflegeprodukten eingesetzt. Als Speiseöl findet es ebenfalls Verwendung. Obwohl sich Arganöl zum Braten eignet, weil es hoch erhitzbar ist, wird es meist in kalter Form zur Veredelung von Speisen eingesetzt. Arganöl ist nämlich sehr kostbar.

Arganöl ist in zwei Sorten erhältlich:

  • Arganöl aus ungerösteten Kernen: Das native Arganöl ist kaltgepresst und wird aus rohen Kernen gewonnen. Sein Geschmack ist durch die fehlende Röstung mild. Diese Sorte kommt in Kosmetikprodukten zum Einsatz.
  • Arganöl aus gerösteten Kernen: Das Öl wird häufig als Speiseöl verwendet, weil es besonders aromatisch ist. Durch das Rösten der Kerne entsteht ein sehr nussiger Geschmack, der Gerichten eine besondere Note verleiht.

Arganöl ist bei richtiger Lagerung lange haltbar. Es sollte trocken, dunkel und kühl bei einer Temperatur zwischen 10 und 19 Grad Celsius aufbewahrt werden. Geröstetes Arganspeiseöl bleibt bis zu 16 Monate genießbar, während die ungeröstete Variante etwa 18 Monate überdauert. Erwerben Sie Argankosmetiköl, können Sie mit einer Haltbarkeit von 22 Monaten rechnen.

Die Meinungen darüber, wie Arganöl riecht, scheinen auseinanderzugehen. Tatsächlich kommt es darauf an, welche Sorte von Arganöl vorliegt. Der Duft von ungeröstetem Öl ist dezent und verfliegt schnell, während geröstetes Arganöl deutlich intensiver riecht. Wem nussige Aromen nicht zusagen, sollte zur ersteren Variante greifen.

Die Herstellung von Arganöl

Arganöl wird aus den Samen reifer Früchte des Arganbaums gewonnen. Die fleischigen Früchte ähneln ihrer Form nach Oliven, sind für den direkten Verzehr jedoch nicht geeignet. Der Arganbaum ist im Südwesten Marokkos und im Südosten Algeriens beheimatet. Er kann bis zu zwölf Meter in die Höhe wachsen und sein Astwerk ist mit Dornen übersät. Er ist widerstandsfähig gegenüber extremer Trockenheit und Hitze und kann bis zu 400 Jahre alt werden.

Traditionell ist es Aufgabe der Berberfrauen (marokkanische Ethnie), die Arganfrüchte zu sammeln und zu verarbeiten. Die Früchte werden zwischen Juli und September vom Boden aufgelesen. Es ist wichtig, den Zeitpunkt abzuwarten, denn ein direktes Pflücken vom Baum ist aufgrund der stark dornigen Zweige mit einem hohen Verletzungsrisiko verknüpft. Nach der Trocknung werden mangelhafte Exemplare aussortiert und die einwandfreien Kerne anschließend mit Steinen aufgeklopft, um an die darin befindlichen Samenplättchen zu gelangen. Da die Früchte über harte Schalen verfügen, ist die Verarbeitung per Hand äußerst mühselig. Die Samen werden geröstet, gemahlen und mit Wasser zu einem Brei aufgekocht. Durch Rühren und Kneten tritt allmählich das Öl aus dem Mus, das schließlich abgeschöpft wird. Es kann viele Stunden in Anspruch nehmen, bis eine erkleckliche Menge Arganöl hergestellt ist. Zwei Tage braucht es insgesamt, um einen Liter Arganöl auf diese Weise zu produzieren. 

Neben der Handpressung wird Arganöl maschinell geerntet und verarbeitet. Hierbei kann der Ertrag um einiges größer ausfallen, allerdings erlangt das Öl nicht die gleiche herausragende Qualität wie bei der manuellen Pressung. Mithilfe von Rüttelmaschinen werden die Früchte vom Baum in ein darunter gespanntes Netz befördert und anschließend in Fabriken getrocknet, geöffnet und gepresst. Die Herstellungsweise hat den Vorteil, dass sie deutlich weniger Aufwand erfordert. Würde eine Verlagerung von der manuellen auf die maschinelle Produktion erfolgen, hätte das jedoch weitreichende wirtschaftliche Folgen für viele marokkanische Familien, die von der Erzeugung handgepressten Arganöls leben. Eine vom marokkanischen Staat forcierte Initiative soll einer Verdrängung der traditionellen Herstellung entgegenwirken.

Effekte des Arganöls und Anwendungsformen

Schon seit langem nutzen Berber Arganöl für Haare und Haut. Arganöl pflegt Haare, die brüchig und trocken sind und verleiht ihnen neuen Glanz. Sie erscheinen weniger spröde – und das ganz ohne Silikone. Arganöl kann als Massageöl für die Kopfhaut und als Haarkur dienen. Hier ein paar Tipps, wie Sie Arganöl für die Haare verwenden können:

  • Für die Anwendung in trockenen Spitzen: Sie können trockene Stellen Ihres Haares behandeln, indem Sie sie zunächst leicht anfeuchten und anschließend ein paar Tropfen Öl in die Haare einmassieren. Mindestens eine halbe Stunde sollten Sie das Öl einwirken lassen – je länger, desto besser. Damit das Öl gut in die Haarfaser eindringen kann, können Sie ein angewärmtes Handtuch um Ihren Kopf wickeln. Nach der Behandlung waschen Sie das Öl mit einem mild formulierten Haarshampoo aus.
  • Für die Anwendung bei trockener Kopfhaut: Eine Massage mit wenigen Tropfen Arganöl kann die Kopfhaut beruhigen. Dafür sollten Sie in kreisenden Bewegungen und nicht zu grob vorgehen. Damit das Arganöl optimal wirkt, sollten Sie von einer Haarwäsche am gleichen Tag absehen.
  • Für die Anwendung im gesamten Haar: Nach der Haarwäsche können Sie Arganöl als Haarkur verwenden. Nach 20 Minuten Einwirkzeit waschen Sie das Öl mit einem milden Shampoo wieder aus. Wer keine Zeit für Kuren hat, kann etwas Arganöl ins Shampoo geben, um eine bessere Pflegewirkung zu erzielen.

Darüber hinaus pflegt Arganöl die Haut. Es ist besonders für trockene und strapazierte Haut geeignet und punktet vor allem damit, dass es als reines Naturprodukt frei von künstlichen Zusätzen ist. Dabei ist Arganöl für Gesicht und Körper gleichermaßen anwendbar.

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